Die Simplicity-Methode

Die 5 Prinzipien der Einfachheit.

Fünf Fragen, mit denen sich fast alles einfacher machen lässt, was zu kompliziert geworden ist.

  1. 01Restrukturieren
  2. 02Weglassen
  3. 03Ergänzen
  4. 04Ersetzen
  5. 05Wahrnehmen

Auf einen Blick

Was ist die Simplicity-Methode?

Die Simplicity-Methode ist ein Vorgehen, um Produkte, Dienstleistungen und Prozesse gezielt einfacher zu machen. Sie beruht auf fünf Prinzipien – Restrukturieren, Weglassen, Ergänzen, Ersetzen und Wahrnehmen – und stammt aus dem Buch „simplicity.“ von Chris Brügger, Dr. Michael Hartschen und Jiri Scherer.

Ziel
Mehr Nutzen mit weniger Aufwand – für Kunden, Mitarbeitende und das Unternehmen
Anwendung
Produkte, Dienstleistungen, Prozesse, Kommunikation, Führung
Grundlage
Buch „simplicity.“, 5. Auflage, 280 Seiten, mit 14 Umsetzungsstrategien zu den 5 Prinzipien
Lernen
Live-Seminar, Inhouse-Training und Simplicity Workshop der simplicity.akademie

Haltung

Einfachheit beginnt mit einer Entscheidung.

Die Prinzipien sind das Werkzeug. Ob man sie nutzt, ist eine Frage der Haltung.

01

Einfach ist nicht banal

Einfache Lösungen sind das Ergebnis harter Arbeit. Kompliziert wird es von selbst.

02

Weglassen braucht Mut

Jede Funktion, jede Regel hat jemanden, der sie verteidigt. Einfachheit heisst, trotzdem zu entscheiden.

03

Der Nutzer entscheidet

Einfach ist, was Kunden und Mitarbeitende als einfach erleben – nicht, was intern logisch wirkt.

Grundlage

Kompliziert ist nicht komplex.

Wer vereinfachen will, muss wissen, womit er es zu tun hat.

Kompliziert

Viele Teile, aber durchschaubar

Ein kompliziertes System lässt sich zerlegen, verstehen und vorhersagen. Hier wirken die Prinzipien direkt: ordnen, streichen, ersetzen.

Komplex

Viele Wechselwirkungen, nie ganz vorhersehbar

Komplexität lässt sich nicht wegvereinfachen. Aber der Umgang damit kann einfacher werden: klare Regeln, kurze Wege, schnelle Rückmeldung.

Die Methode

Fünf Prinzipien im Detail.

Restrukturieren

Bestehendes so neu ordnen, dass das Wesentliche zuerst sichtbar wird.

Leitfrage
Wie lässt sich das ordnen, damit sich Nutzerinnen und Nutzer sofort zurechtfinden?
Beispiel
Ein Formular folgt dem Ablauf der Kundin statt der Abteilungslogik des Unternehmens.

Weglassen

Streichen, was für die Nutzerin oder den Nutzer keinen Wert stiftet.

Leitfrage
Was können wir streichen, ohne dass jemand es vermisst?
Beispiel
Produktvarianten, die kaum gekauft werden, verschwinden aus dem Sortiment. Die Wahl wird leichter.

Ergänzen

Gezielt etwas hinzufügen, das die Nutzung einfacher macht.

Leitfrage
Was fehlt, damit es leichter geht?
Beispiel
Eine sinnvolle Voreinstellung oder eine Kurzanleitung erspart den Blick ins Handbuch.

Ersetzen

Eine komplizierte Lösung durch eine einfachere mit gleicher Wirkung austauschen.

Leitfrage
Womit erreichen wir dasselbe auf einfacherem Weg?
Beispiel
Eine mehrstufige Freigabeschleife wird durch eine klare Entscheidungsregel ersetzt.

Wahrnehmen

Einfachheit so gestalten, dass sie auch als einfach erlebt wird.

Leitfrage
Wie erleben Kundinnen und Kunden es – und wie wirkt es einfach?
Beispiel
Ein Angebot wird als ein klares Paket kommuniziert statt als Liste von zehn Einzelposten.
Buch „simplicity. Starke Strategien für einfache Produkte, Dienstleistungen und Prozesse“

Herkunft

Aus dem Buch „simplicity.“

Die Methode wurde von Chris Brügger, Dr. Michael Hartschen und Jiri Scherer entwickelt und im Buch beschrieben. An der simplicity.akademie wird sie unter der Leitung von Dr. Michael Hartschen gelehrt.

Titel
simplicity. Starke Strategien für einfache Produkte, Dienstleistungen und Prozesse
Auflage
5., komplett überarbeitete Auflage
Umfang
280 Seiten
ISBN
978-3905349078
Zum Buch

Fragen

Kurz beantwortet.

Was ist die Simplicity-Methode?

Die Simplicity-Methode ist ein Vorgehen, um Produkte, Dienstleistungen und Prozesse gezielt einfacher zu machen. Sie beruht auf fünf Prinzipien und stammt aus dem Buch „simplicity.“ von Chris Brügger, Dr. Michael Hartschen und Jiri Scherer.

Welche 5 Prinzipien der Einfachheit gibt es?

Restrukturieren, Weglassen, Ergänzen, Ersetzen und Wahrnehmen. Zu den fünf Prinzipien beschreibt das Buch „simplicity.“ insgesamt 14 Umsetzungsstrategien.

Was ist der Unterschied zwischen kompliziert und komplex?

Ein kompliziertes System hat viele Teile, ist aber durchschaubar und vorhersagbar – es lässt sich direkt vereinfachen. Ein komplexes System hat viele Wechselwirkungen und ist nie ganz vorhersehbar. Komplexität lässt sich nicht wegvereinfachen, aber der Umgang damit kann einfacher werden.

Ist Simplicity dasselbe wie Lean?

Nein. Lean konzentriert sich vor allem auf Verschwendung in Prozessen. Die Simplicity-Methode setzt zusätzlich bei Produkten, Dienstleistungen und bei der Wahrnehmung durch Kundinnen und Kunden an. Viele Unternehmen nutzen sie als Ergänzung zu Lean.

Wie lernt man die Simplicity-Methode?

Im Live-Seminar der simplicity.akademie (zweimal pro Jahr), im Inhouse-Training oder im Simplicity Workshop, bei dem Ihr Team die Methode direkt auf eigene Themen anwendet.

Der nächste Schritt

Einfach anfangen.

Lernen Sie die Methode im Live-Seminar – oder holen Sie sie in Ihr Unternehmen.

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